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So skurril und faszinierend wie ein Grimm-Märchen: Loreley & Me spielen gemeinsam gegen den alltäglichen Stumpfsinn an. Mit ihrem elektronischen Bluesrock verführen der zähnefletschende Wolf und die mit kindlichem Charme ausgestattete Prinzessin das ganze Land. Im schummrigen Weinkeller, auf den Festivalwiesen oder im prunkvollen Schloss geben sie Geschichten eine Stimme, die sonst im Strudel von Kurznachrichten, Tafelcomputern und Reality Shows untergehen. Endlich bekommt diese Geschichte nun einen Titel und eine Geburtsstunde: Am 29. Mai 2015 veröffentlichen Loreley & Me ‹LUCKNOW›.

Wie immer im Märchen begann alles mit einem glücklichen Zufall: Neil Nein (‹Me›) stellte sich in Manchester mit seiner Klampfe auf die Strasse und Loreley stimmte spontan mit ein. Der Twist? Erst nach der gemeinsamen Jamsession stellten die beiden ihre identische Herkunft fest: Hinter den sieben Bergen… Und weil glückliche Wendungen auch in dieser Geschichte auf keinen Fall fehlen dürfen, veröffentlicht das rotzige Duo Loreley & Me mit ‹LUCKNOW› im Mai 2015 endlich ihr Debüt in Albumlänge.

Die zwölf Songs hat das Duo komplett in Eigenregie und mit spartanischen Mitteln produziert: Neil Nein nennt seinen Laptop liebevoll ‹No Studio›, und deshalb muten Loreley & Me auch etwas an wie abgewetzte Lieblingsjeans: Roh und zerschlissen, aber nie aus der Mode. Trotz ihrer rohen Klangästhetik ist die Liebe zum Detail in jedem Song spürbar, die Musik ist mal elektrisierend, mal bedrückend, aber nie zufällig und schon gar nicht gefällig.

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Mit ihrem Mantra stolpert die Single ‹To The Sun› in unsere dunklen Gehörgänge, die Ballade ‹In The Opera› weiss jeden Soundästheten zu besänftigen und ‹Zack›, ein Song, den Loreley & Me einem Strassenmusiker in Manchester gewidmet haben, lehrt jedem habgierigen König den Reiz von Minimalismus.

Vielleicht war es gar kein Zufall, der Loreley & Me an dieselbe Strassenecke in Manchester führte. Die Chemie zwischen den beiden lässt einen an Schicksal glauben. Oder vielleicht ist die ganze Geschichte auch erfunden. Aber gut ist sie allemal. Und mindestens so skurril und faszinierend wie ein Grimm-Märchen, nur mit dem besseren Soundtrack.